Kissing Lessons - Helen Hoang

Hallo ihr Lieben!
Es ist Samstag und morgen ist der letzte Tag des Monats, was richtig krass ist. So schnell sind wir schon wieder im Juni angelangt und haben 2020 zu Hälfte schon rum. Vielleicht ist es auch ganz gut, weil dieses Jahr wirklich alles andere als rosig für uns gestartet hat und wir alle immer noch mit den Folgen kämpfen. Bleibt trotzdem alle gesund, passt auf euch auf und denkt daran, dass die Vorschriften wichtig und nicht zum Spaß aufgestellt wurden. Um den Mai nochmal ein bisschen zu versüßen gibt es eine letzte Rezension diesen Monat. Hier ein herzliches Dankeschön an den Kyss-Verlag, der mir "Kissing Lessons" von Helen Hoang als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Wir ehen uns dann im nächsten Monat wieder und bis dann
eure Lou





Titel: Kissing Lessons
Autor: Helen Hoang
Reihe: Kiss, Love & Heart 1
Verlag: KYSS
Genre: Liebesroman
Format: Paperback
Seiten: 405
Preis: 12,99€
ISBN: 978-3-499-27536-4
Originalsprache: Englisch
Ersterscheinungsdatum: 15.10.2019

Inhalt:
Küssen sollte einfach sein. Jeder tut es. Es ist nicht viel dabei. Aber Stella kommt sich jedes Mal vor wie ein Hai, dem gerade ein paar Pilotfischchen die Zähne reinigen. Und das ist nicht schön, weder für sie noch für den Mann. Sie hat die Sache mit der Liebe schon beinahe aufgegeben - als Asperger-Autistin mag sie ohnehin nichts, was ihre Routine stört -, doch dann bringt ein dahingesagter Satz sie ins Grübeln: Übung macht den Meister. Stimmt das? Braucht sie einfach mehr Erfahrung? Und wenn ja, wer bringt einem das Küssen bei - und mehr? Vermutlich ein Profi, ein Escort. Wie Michael Phan. Auch wenn der eine ganz eigene Vorstellung von ihrem Unterricht hat...

"Michael war Mint Chocolate Chip für sie. Sie konnte andere Sorten probieren, aber er würde immer ihre Lieblingssorte sein." - S. 341


Meine Meinung:
Bevor ich das Buch selbst in die Hand genommen habe, habe ich von vielen Freunden und Bloggern geteilte Meinungen gesehen. Sie gingen von "Richtig gut!" bis "Naja passt schon!", weshalb ich mit nicht so hohen Erwartungen an das Buch heran gegangen bin, um mir meine eigene Meinung bilden zu können. Mein erster Eindruck von dem Cover ist eine dezente Schönheit. Die leichten Farben passen gut zu dem hellen Hintergrund. Auch der Klappentext ist sehr vielversprechend. Allein der Fakt, dass die Protagonistin Autistin ist, hat mich angesprochen, weil ich bisher wenige Bücher gelesen habe, wo Autismus thematisiert wurde. Hier wird deutlich, wo das Problem der Protagonistin liegt, nämlich bei körperlicher Nähe, weshalb sie einen Escort angagiert, um dies zu ändern. Allein diese Idee ist schon sehr interessant und lässt auf eine spannende Geschichte mit viel humor hoffen. 

Es ist sehr sehr niedlich. Der Anfang gestaltet sich jedoch sehr langatmig und ich habe lange gebraucht, um mich in die Geschichte hinein zu finden. Teilweise ist es auch zwischendurch sehr gewöhnungsbedürftig. Doch ab der Hälfte ist die Handlung dann richtig in Fahrt gekommen und hat sich gut lesen lassen. Es läuft auf eine rudimentäre Katastrophe hinaus, dafür ist das Ende aber umso schöner. Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig, da er in der 3.Person verfasst ist. Normalerweise mag ich diesen Stil nicht so besonders und lese lieber aus der 1.Person. Vielleicht fiel es mir deshalb so schwer richtig in die Geschichte hineinzufinden. Was mich jedoch auch etwas aus dem Lesefluss geworfen hat, ist die Tatsache, dass zwischen den Perspektiven immer gewechselt wurde. 

Die beiden Protagonisten sind wirklich außergewöhnlich. Durch den Fakt, dass Stella Autistin ist, kommt es immer wieder zu heiklen Situationen im Bezug auf den Umgang mit anderen Menschen. Sie ist sehr unbeholfen, liebenswert und hat sich immer wieder in kleine Fettnäpfchen katapultiert. Sie lernt jedoch im Lauf der Geschichte, dass mit der richtigen Person alles einfacher ist und sogar Sachen, wie Liebe und Sex viel angenehmer sind. Sie lernt mit Menschen richtig umzugehen und was es heißt akzeptiert zu werden, wie sie ist. Auch Michael war verloren in seinem Leben, geplagt von Ängsten und seiner Vergangenheit, ertrunken in seinem Job und den vielen Rechnungen. Jedoch fand ich es sehr hinreißend, dass er so verständnissvoll ist und mit Stella geduldig war. Auch er hat eine enorme Entwicklung durchlebt und hat festgestellt, dass nicht seine Vergangenheit bestimmt, wer er ist, sondern er in der Gegenwart. Ihre besonderen Charaktere haben eine zuckersüße Kombination ergeben und mir das Herz erwärmt.


Fazit:
Die Geschichte ist originell und einzigartig. Jedoch hat die Umsetzung an manchen Stellen ein bisschen geharpert. Trotzdem war es sehr süß, weshalb das Buch 4/5 Sterne bekommt.

Zur Autorin:
Helen Hoang hat in der achten Klasse ihren ersten Liebesroman gelesen und ist dem Genre seitdem verfallen. 2016, als sie für ihr Debüt recherchierte, erkannte sie erstaunliche Ähnlichkeiten zwischen dem, was sie las, und ihren eigenen Erfahrungen. Kurz darauf wurde bei ihr eine Autismus-Spektrum-Störung diagnostiziert, auch als Asperger-Syndrom bezeichnet. Das Buch, für das sie recherchierte war "Kissing Lessons", der Auftakt zur "Kiss, Love & Heart"- Reihe. Genauso außergewöhnlich wie die Entstehungsgeschichte wurde auch die Erfolgsgeschichte. Kein anderer Liebesroman wurde 2018 öfter besprochen als dieser, sowohl in der Presse als auch von Lesern. Allein auf Goodreads hat er über 11000 Rezensionen. Etliche Zeitschriften, darunter der Cosmopolitan, Entertainment Weekly und die Washington Post, wählten das Buch in ihre Jahresbestenlisten. Für das Oprah Magazine gehört "Kissing Lessons" bereits jetzt zu den 20 besten Liebesromanen aller Zeiten. Die Übersetzungsrechte wurden in 21 Sprachen verkauft, und eine Verfilmung ist in Vorbereitung. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in San Diego, Kalifornien. Mehr zu der Autorin könnt ihr auf ihrer Website nachlesen.

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