Die Tribute von Panem - Suzanne Collins

 Hallo und herzlich willkommen zurück!

Es fühlt sich an, als hätten wir den Frühling übersprungen und direkt beim Sommer angekommen. Wie verrückt! Aber egal, welche Temperaturen sind, ihr könnt euch darauf verlassen, dass ihr eine tolle Buchempfehlung von mir bekommt. Heute geht es um die Die Tribute von Panem-Trilogie von Suzanne Collins. Die ganze Reihe stand so lange in meinem Regal, dass es schon beinahe peinlich geworden wäre. Aber jedes Buch hat seine Zeit und diese drei Bücher haben ihre 2026 bekommen.

Meine Meinung:

Den ersten Teil habe ich bereits in den frühen 2010ern gelesen und auch die erste Hälfte von Band 2 habe ich damals direkt verschlungen. Doch dabei ist es bis vor einigen Wochen geblieben. Und ich habe es absolut nicht bereut, sondern sehr geliebt. Ein bisschen Frage ich mich gerade, wieso ich so lange dafür gebraucht habe, aber nun sind wir einmal hier. Und besser spät als nie!

Da ich den ersten Band bereits einmal gelesen hatte, habe ich nicht viel davon erwartet. Nur, dass ich es wieder so lieben würde wie beim ersten Mal. Bei Band 2 und 3 war ich etwas vorsichtiger, weil mich Band 2 schon einmal rausgebracht hatte. Deshalb war ich vorher etwas kritischer und wurde überrascht.

Das Worldbuilding war gut. Die dystopische Welt hat sich auf eine merkwürdige Weise real angefühlt. Es war wie ein Spiegel, was passieren könnte, wenn wir gesellschaftlich weiter in diese eine Richtung gehen und nichts mehr hinterfragen. Immer wieder hatte ich eine Gänsehaut, weil es sich wie ein Blick in eine dystopische Zukunft angefühlt hat. Die Beziehung zwischen Distrikten und Kapitol hat eine wirklich beklemmende Atmosphäre geschaffen, die durch Katniss durchbrochen wird.

Es werden mehrere Themen angesprochen. Sie haben mich auch nach Beendigung der Reihe weiterhin begleitet und ich denke immer mal wieder darüber nach. Vor allem das Zusammenspiel von Medien und Inszenierung, Gewalt als Unterhaltung, Kontrolle vs. Macht und die Menschlichkeit im Überlebenskampf haben mich sehr beschäftigt.

Ich erinnere mich noch, dass ich es mit 14 furchtbar fand, dass Katniss sich für Peeta entscheidet. Und jetzt bin ich einfach froh darüber, weil sie perfekt passen. Peeta ist alles, was Katniss in einer Person benötigt. Ein richtiger Golden Retriever, der ein Opfer des Systems wird. Katniss macht durch alle drei Bücher hinweg eine riesige Entwicklung durch. Sie wird von einer angepassten Person zu dem Zeichen der Rebellion und stürzt das Kapitol.

Doch neben den ganzen positiven Punkten, die ich während des Lesens hatte, gibt es auch einige Kritikpunkte. Das Pacing war wechselhaft. Zwischendurch haben sich vor allem Band 2 und 3 sehr gezogen. Auch finde ich es nicht immer gut, wie Katniss zwischen Peeta und Gale hin und herswitcht, irgendwie mit beiden spielt. Aber es macht den Charakter von Katniss auch nachvollziehbar, wenn man die Situation bedenkt, in der sie sich befindet und wie wenig Erfahrungen sie in zwischenmenschlichen Beziehungen hat.

Fazit:

Die Thematik von Medien vs. Inszenierung und Kontrolle vs. Macht ist heutzutage wieder aktueller den je. Die Nachrichten sind voll mit schlimmen Nachrichten, die Nahelegen, dass eine dystopische Welt vielleicht nicht mehr ganz so weit entfernt ist, wie man vielleicht annimmt. Das lässt mich Dinge hinterfragen und drüber nachdenken. Deshalb ist die Reihe wichtig zu lesen. 

Zu der AutorIn:

Suzanne Collins ist eine internationale Bestsellerautorin. Ihre Trilogie Die Tribute von Panem wurde zum Weltbestseller und verfilmt. Ihre Bücher wurden weltweit in 53 Sprachen übersetzt.

Die Tribute von Panem - Suzanne Collins

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