Du wolltest es doch - Louise O'Neill

Guten Morgen!
Heute kommt mal eine Rezension zu einem Buch mit einem ernsterem Thema. Seit einigen Wochen laufe ich schon an diesem Buch vorbei, weshalb ich es letzendlich angefragt habe. Innerhalb von zwei Tagen hatte ich das gute Stück durch und was ich davon halte, könnt ihr unten lesen. Vielen Dank an den Carlsen Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Bis demnächst,
Lou 💖



Titel: Du wolltest es doch
Autor: Louise O'Neill
Reihe: /
Genre: Jugendbuch
Seiten: 368
Preis: 12,99 €
ISBN: 978-3-646-92017-8 
empfohlenes Alter: 16
Originalsprache: Englisch
Ersterscheinungsdatum: 25.07.2018



Inhalt:
Nein, richtig sympathisch ist Emma nicht. Sie steht gern im Mittelpunkt, die Jungs reißen sich um sie und Emma genießt es. Bis sie nach einer Party zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus aufwacht. Klar, sie ist auf der Party mit Paul ins Schlafzimmer gegangen. Hat Pillen eingeworfen. Die anderen Jungs kamen hinterher. Aber dann? Sie erinnert sich nicht, aber die gesamte Schule weiß es. Sie haben die Fotos gesehen. Ist Emma wirklich selber schuld? Was hat sie erwartet – Emma, die Schlampe in dem ultrakurzen Kleid?


Meine Meinung:
 Als ich das erste Mal auf dieses Buch aufmerksam geworden bin, war ich gerade im Urlaub und stöberte durch den Buchladen. Das Cover sprach mich sofort an, weil es nicht so rosig und blumig wirkte, wie die anderen rundherum. Die nackten Beine, die mit roten Lippenstiftlettern beschmiert sind, verheißen nichts Gutes und zeigen schon deutlich, dass die Thematik des Buches in eine andere Richtung verläuft. Sobald man dann den Klappentext dann gelesen hat, wird einem schon etwas unwohler. Doch genau, dass hatte mich so interessiert. Die Thematik wird oft totgeschwiegen oder passt nicht in die Vorstellung der Gesellschaft zu einem Jugendbuch. 



Der Anfang war einleitend und zog sich ziemlich in die Länge. Doch sobald die Story erstmal an Fahrt aufgenommen hatte, wurde es schockierend und in meiner Brust machte sich Beklemmung breit. Dieses Buch spricht viele Wahrheiten und Gedanken aus, die sonst oft verschwiegen oder überhaupt nicht thematisiert werden. Man kann den Gefühlen der Protagonistin sehr gut folgen und man merkt wie sehr sie die gesamte Situation beschäftigt und innerlich zerstört. Obwohl sie anfänglich eher unsympathisch wirkte, tat sie einem nach dem Vorfall einfach nur extrem Leid. Man konnte mitverfolgen, wie die Schuldgefühle sie innerlich auffraßen, wie sie mit Depressionen und Suizidgedanken kämpfte. Es wird gezeigt, wie schnell ein Leben, von einem auf den anderen Moment, durch einen blöden Fehler komplett zerstört werden kann. Auch wird gezeigt, wie gefährlich Alkohol, Drogen und vor allem Social Media sein können. Vor allem wird auch deutlich, wie schwer so ein Vorfall für die gesamte Familie ist. Bis auf ihren Bruder stand keiner aus ihrer Familie hinter ihr. Ihre Eltern empfanden es sogar als Last und konnten sie nicht mal mehr richtig ansehen, behandelten sie so, als sei sie kein Mitglied der Familie mehr. Von ihren Freunden, welche sich anfänglich von ihr abgewandt hatten, hat sie sich komplett abgekapselt und ist auch kaum noch hinaus gegangen, sodass sie sehr einsam und allein wurde. Von dem einst so selbstbewussten schönen Mädchen, bleibt nur noch ein Schatten ihrer selbst. 



Am Ende zieht sie ihre Anzeige jedoch wieder zurück, weil sie es nicht mehr erträgt. Sie möchte, dass alles wieder beim Alten ist, dass ihre Eltern sie wieder so behandeln wie vorher. Da ein großer Teil der Vergewaltigungs- und Missbrauchsfälle nicht aufgeklärt werden, wollte sie sich selbst nicht mehr im Rampenlicht stehen haben. Denn sie erinnerte sich an nichts mehr und die Einzigartigkeit ihres Falls machte ihn zu einem Sensationsfall über die Medien. So wollte einfach nur das es aufhört. Das Ende ist eher unbefriedigend, da es kein Happy End gibt. Es ist eher offen und erdrückend, da Emma aufgegeben hatte. Jedoch finde ich, dass das sehr gut passt. Ein Happy End hätte die Message der Story einfach nicht so gut darstehen lassen. 


Fazit:
Das Buch hat mich auf eine Gefühlsachterbahn geschickt, auf die ich nicht gefasst war. Ich finde es sehr gut, dass jemand das Thema mal anspricht und es dabei nicht ins lächerliche zieht. Deshalb erhält die Story von mir 4/5⭐.



Zur Aurorin:
Die Autorin Louise O'Neill hat Themen wie Feminismus, Body Shaming und Selbstbestimmung zu ihren Herzensanliegen erklärt und mit ihren Büchern international zahlreiche Preise gewonnen. Sie lebt und arbeitet in West Cork, Irland, hat eine wöchentliche Kolumne im Irish Examiner und ist ein häufiger Gast in Fernseh- und Radiosendungen.

Weg bist du noch lange nicht - Sara Shepard

Da bin ich wieder!
Im Jahr 2018 habe ich mir vorgenommen ein paar Reihen zu rereaden, da ich sie zwischendurch abgebrochen hatte. Nun wollte ich diese Reihen nochmal von vorne lesen um sie vielleicht zu beenden und zu ergründen, wieso ich sie vor Jahren abgebrochen hatte. "Lying Game" gehört dazu und den ersten Band habe ich bereits Anfang des Jahres gelesen. Da es sich bei "Weg bist du noch lange nicht" um den zweiten Band der "Lying Game"-Reihe handelt, kann diese Rezension Spoiler enthalten! Ich wünsche euch jetzt viel Spaß beim lesen der Rezension.
Bis bald,
Lou 💖


 


Titel: Weg bist du noch lange nicht
Autor: Sara Shepard
Reihe: Lying Game-Reihe 2
Verlag: cbj
Genre: Thriller, Jugendbuch, Krimi
Preis: 8,99 €
Seiten: 320
ISBN: 978-3-570-30801-1
Originalsprache: Englisch
Ersterscheinungsdatum: 10.12.2012







Inhalt:
»Sutton ist tot. Sag es niemandem. Spiel weiter mit … Oder du bist als Nächste dran.« Emma Paxton hat das Leben ihrer toten Zwillingsschwester Sutton übernommen. Sie will herausfinden, wer Sutton ermordet hat. Allein der Mörder kennt ihr Geheimnis – schon einmal ist Emma knapp einem Mordanschlag entkommen. Verdächtige: Suttons Freunde, Suttons Schwester, die halbe Welt. Auf der Suche nach der Wahrheit stößt Emma immer wieder auf die dunkle Vergangenheit ihrer Schwester. Was hat es mit dem mysteriösen LYING GAME auf sich? Bei welchem bösen Spiel ist Sutton zu weit gegangen? Emma vertraut niemandem außer Ethan – dem Jungen, der ihr Geheimnis längst durchschaut hat …


Meine Meinung:
 Nachdem ich Anfang des Jahres "Und raus bist du" gelesen habe, brauchte ich erstmal eine kleine Pause von der Reihe. Denn um ehrlich zu sein hat mich der erste Band nicht wirklich vom Hocker gerissen und eher gelangweilt. Deshalb ging ich eher mit gemischten Gefühlen an den zweiten Band heran, weshalb es mich positiv überrascht hat. Das Cover hatte mich damals schon sehr interessiert und es passt einwandfrei zum Inhalt der Geschichte. Denn vorne auf sieht man zwei Gesichtshälften von zwei Mädchen, vielleicht aber auch nur Eines. Denn die Gesichter sehen sich sehr ähnlich, sogar ziemlich gleich aus und sollen wahrscheinlich auch die Protagonistin Emma und ihre tote Zwillingsschwester Sutton darstellen. Denn bereits zu Beginn des ersten Bandes wird klar, dass Sutton ermordet wurde und ihr Mörder will, dass Emma nun ihre Rolle einnimmt. Man merkt deutlich das sie die Rolle von Sutton immer besser spielt. Auch der toten Sutton fällt auf, wie ähnlich sich die beiden nach einer Zeit werden. Emma gibt ähnliche Antworten und handelt auch so, behält aber immer noch ihren eigenen Charakter im Blick. Darüber bin ich sehr erleichter, da Sutton schon ein richtiges Miststück war. Zwischendurch tu sie mir auch ziemlich Leid, weil sie sich in verzwickte Situationen manövriert, die sie in ein schlechtes Licht rücken, da alle sie für ihre Schwester halten. Was ich ihr auch hoch anrechne, ist die Tatsache, dass sie trotz Drohungen und Angriffen des Täters immer weiter nach ihrer Schwester sucht und versucht den Mörder zu überführen. Die Loyalität ihrer Freunde finde ich erstaunlich. Denn egal was "Sutton" tut, sie stehen immer hinter ihr.


Der Titel "Lying Game" passt auch wunderbar zum Inhalt. Denn Sutton und ihre Freundinen haben den Lügenclub ins Leben gerufen, welcher sich damit beschäftigt anderen böswillige Streiche zu spielen. Dies wird im deutschen mit dem Lügenspiel übersetzt. Auch so ist die gesamte Handlung mit Lügen, Intrigen und Geheimnissen gespickt. Die Spannung war von Anfang an da und hielt das gesamte Buch über an. Es treten immer wieder Situationen auf mit denen man nicht rechnet oder bei denen man einfach mitfiebern muss, weil Emma z.B. gerade etwas illegales tut und fast erwischt wird. Trotzdem ich das Buch vor vielen Jahren schon mal gelesen hatte, fesselte es mich ungemein. Der Schreibstil war okay. Es ist eine Menge geschehen. Es ist viel passiert und die kurzen Sätze ließen einen förmlich durch die Seiten fliegen. Man musste einfach wissen wie es weitergeht.


Fazit:
 Trotzdem ich das Buch schon einmal gelesen hatte, hat es mich komplett gefesselt. Der zweite Band hat mir viel besser gefallen als der Erste, weshalb das Buch 4/5 ⭐ von mir bekommt.


Zum Autor:
Sara Shepard hat an der New York University studiert und am Brooklyn College ihren Magisterabschluss im Fach Kreatives Schreiben gemacht. Sie wuchs in einem Vorort von Philadelphia auf, wo sie auch heute lebt. Ihre Jugend dort hat die »Pretty Little Liars«-Serie inspiriert, die in 22 Länder verkauft wurde und die, ebenso wie ihre Reihe »Lying Game«, zum New York Times Bestseller wurde. Inzwischen wird »Pretty Little Liars« mit großem Erfolg als TV-Serie bei ABC gesendet. In Deutschland wird »Pretty Little Liars« seit Mai 2014 auf Super RTL ausgestrahlt.


Begin Again-Mona Kasten

Hey!
Nachdem das Buch durch ganz Bookstagram und durch meinen ganzen Freundeskreis gewandert ist, dachte ich mir, dass ich es nun auch mal lesen könnte. Ich hatte es bereits vor zwei Jahren angefangen, aber nicht beendet. Nun war ich eine Woche am schönen Wattenmeer und "Begin Again" durfte da natürlich nicht fehlen. Was ich beim zweiten Versuch nun davon halte, könnt ihr unten lesen. 
Bis bald,
Lou 💖






Titel: Begin Again
Autor: Mona Kasten
Reihe: Again-Reihe
Verlag: LYX
Genre: New Adult
Seiten: 484
Preis: 12,00 €
ISBN: 978-3-7363-0247-1
Originalsprache: Deutsch
Ersterscheinungsdatum: 14.10.2016






Inhalt:
Er stellt die Regeln auf –

sie bricht jede einzelne davon.

Noch einmal ganz von vorne beginnen – das ist Allie Harpers sehnlichster Wunsch, als sie für ihr Studium nach Woodshill zieht. Dass sie ausgerechnet in einer WG mit einem überheblichen
Bad Boy landet, passt ihr daher gar nicht in den Plan. Kaden White ist zwar unfassbar attraktiv – mit seinen Tattoos und seiner unverschämten Art aber so ziemlich der Letzte, mit dem Allie
sich eine Wohnung teilen möchte. Zumal er als allererstes eine Liste von Regeln aufstellt. Die wichtigste: Wir fangen niemals etwas miteinander an! Doch Allie merkt schnell, dass sich hinter
Kadens Fassade viel mehr verbirgt als zunächst angenommen. Und je besser sie ihn kennenlernt, desto unmöglicher wird es ihr, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren …


Meine Meinung:
 Da ich gefühlt die Letzte bin, die "Begin Again" gelesen hat, dachte ich mir, dass es nun endlich mal Zeit dafür wird.  Schon damals, als ich das Buch gekauft hatte, sprach mich das Cover schon sehr an. Es war schlicht gehalten.  Die Pinselstriche, welche ein Bild zusammen setzen, waren damals etwas komplett Neues. Auch die klobige Schrift passt ziemlich gut und zeugt von der Schlichtheit des Covers, Es zeigt von vorne herein klar um was es in diesem Buch gehen wird. Auch der Klappentext redet nicht um den heißen Brei herum und sagt deutlich, dass dies eine romantische, durchaus kitschige, Liebesgeschichte werden wird. Der Inhalt ist viel versprechend und baut in einem die Spannung auf wissen zu wollen, wie die Geschichte zwischen Allie und Kaden nun weitergeht. 


Tatsächlich hat Mona Kasten mit diesem Buch das Rad nicht neu erfunden. Die Story trieft vor Kitsch und Klischees. Sie bestand aus mehreren Höhen und Tiefen, die ein andauerndes hin und her mit sich führten, was eiine gewisse Spannung aufbaute. Man ist von Anfang an sofort mitten im Geschehen und wird ins kalte Wasser geworfen, was ich sehr gut finde, da keine großen Einleitungen verfasst wurden. Zwischendurch verlor sich die Spannung ein wenig, fand sich aber auf den letzten 100 Seiten umso mehr wieder. Das Ende erwärmt einem einfach das Herz. Sowohl Allie als auch Kaden waren sehr schwierige Charaktere und ich habe eine Weile gebraucht um mit ihnen richtig warm zu werden. Denn Allie war mir am Anfang zu weinerlich und unsicher. Ihre kläglichen Versuche sich gegen Kaden und Andere (wie Sawyer) zu bewähren wirkten eher gekünstelt.Doch im Laufe der Story, aber ehr zum Ende, lernt sie was es heißt unabhängig und selbstbewusst zu sein. Auch Kaden wurde von Anfang an als eine Art Bad Boy dargestellt, die er meiner Meinung gar nicht war. Er war unglaublich herrisch, wollte immer über Allie bestimmen, als sei sie sein Eigentum und war extrem von sich eingenommen. Doch je weiter man in der Handlung voran kam, desto mehr blickte man hinter seine Fassade und lernte einen weichen, romantischen Kern in Kaden kennen. Der Schreibstil war sehr gut. Man hat die Seiten förmlich verschlungen und man hat gar nicht gemerkt wie die Zeit verging. Man musste einfach mitfiebern.


Fazit:
"Begin Again" war nicht das neue Rad, hat mich aber dennoch von sich überzeugt. Es ist eine sehr schöne und lockere Sommerlektüre. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der auf New Adult steht. Deshalb erhält das Buch 4/5⭐ von mir. 

Zum Autor:
Mona Kasten wurde 1992 in Hamburg geboren und studierte Bibliotheks- und Informationsmanagement, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Katzen sowie unendlich vielen Büchern in Niedersachsen, liebt Koffein in jeglicher Form, lange Waldspaziergänge und Tage, an denen sie nur schreiben kann. Mehr zu ihr erfahrt ihr auf ihrer Website.






Fire Queen - Vanessa Sangue

Buongiorno!
Es ist Sommer! Die Temperaturensteigen ins unermessliche und man will sich am liebsten gar nicht erst bewegen. Doch was passt da besser als ein Buch, dass in einem fernen Urlaubsziel spielt und einen einfach nur fesselt? Vermutlich nur genau so ein Buch und ein kaltes Getränk im Schatten eines Baumes in diesem Urlaubsort. Italien hatte mich schon immer völlig in seinem Bann und jetzt ist es sogar noch ein wenig besser. Es hat mich unglaublich gefreut dieses Buch in der Leserunde bei der Lesejury vorab lesen zu dürfen. Vielen Dank!
Da "Fire Queen" der zweite Teil einer Dilogie ist, könnte es in dieser Rezension zu Spoilern kommen.  Auch zu Cold Princess findet ihr auf meinem Blog eine Rezension. 
Viel Spaß und bis bald,
Lou💖




Titel: Fire Queen
Autor: Vanessa Sangue
Reihe: Cosa-Nostra-Dilogie
Verlag: LYX
Genre: Liebesroman, Dark Romance
Preis: 12,90 €
Seiten: 309 Seiten
ISBN: 978-3-7363-0617-2
Originalsprache: Deutsch
Ersterscheinungstermin: 27.07.2018
Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren




Inhalt:

Ich habe dir vertraut …
Saphiras Welt liegt in Scherben. Die De Angelis sind zerschlagen, sie selbst schwer verletzt und ihr Selbstvertrauen zerstört. Das erste Mal in ihrem Leben hatte sie sich von ihren Gefühlen leiten lassen – und muss nun einen hohen Preis dafür bezahlen. Denn Madox ist in Wirklichkeit das neue Oberhaupt der Familie Varga – und damit Saphiras schlimmster Feind. Doch Saphira gilt nicht umsonst als der gefürchtetste capo der Cosa Nostra. Sie schwört, die Vargas auszulöschen und Madox zu zeigen, was es bedeutet, sich mit der Eisprinzessin anzulegen – ohne zu ahnen, dass die größte Gefahr viel näher ist, als sie denkt …



Meine Meinung:
Seit ich "Cold Princess" beendet hatte, konnte ich  es kaum erwarten endlich "Fire Queen" zu Lesen. Der Cliffhanger am Ende von Band eins hat mich fast komplett fertig gemacht. Umso schöner war es dann das Manuskript in den Händen  zu halten und die Geschichte zwichen Madox und Saphira weiterlesen zu können. Auch bei diesem Band gefällt mir das Cover wieder unglaublich gut. Die Farbkombi zwischen dem Rot und dem Schwarz hat etwas sehr edles und veranlasst einen öfter hinzusehen. Hier wurde wieder nach dem Motto "weniger ist mehr" gearbeitet und diese minimalistische Seite macht es umso schöner. Gleichzeitig verrät es mit der düsteren Stimmung, die es ausstrahlt, aber auch was drinne schlummert: Nämlich eine nicht ganz so rosige Lovestory mit Lügen, Intrigen und Mord. Doch genau das gefiel mir so gut, da es eben nicht rosig und vollkommen kitschig war. Auch der Titel wurde sehr passend gewählt. Zum Einen ist er kurz und knackig, weshalb man ihn sich gut merken kann. Zum Anderen spiegelt er auch die Weiterentwicklung von Saphira De Angelis dar. Denn von Anfang Band eins bis zum Ende von Band zwei wurde sie ,durch viele gute aber auch schlechte Ereignisse, von einer Prinzessin zu einer Königin. An dieser Stelle muss ich auch zugeben, dass Saphira mir nicht von Anfang an sympathisch war. Es hat das ganze erste und einen Teil des zweiten Buches benötigt bis ich vollkommen mit ihr warm geworden bin. Jedoch finde ich die Stärke, die sie an den Tag legt, bemerkenswert und finde auch toll wie sie langsam wieder anfängt zu fühlen und zu vertrauen. Alle Geschehnisse, die ihr wiederfahren sind, haben sie nicht gebrochen sondern nur noch stärker gemacht. Auch Madox muss mit einigen Erkenntinissen und Ereignissen leben, die es ihm nicht immer leicht gemacht haben. Doch neben der eiskalten Killerseite, die wir bereits im ersten Buch kennenlernen durften, zeigt er sich nun immer weiter von seiner liebenswerten Seite. Saphira hatte es ihm tatsächlich, und als Einzige, so wirklich angetan, auch wenn es anfangs für die beiden nicht wirklich gut aussieht. Ich finde die Beiden ergänzen sich ausgesprochen gut. 



Eine Sache, die ich jedoch schmerzlich während des Lesens erkennen musste, war, dass man sich in dieser Art von Geschichte am besten keinen Liebling suchen sollte, da diese sowieso ins Gras beißen. So hat mich der Tod von Emilio wirklich hart getroffen, da er mir wirklich sehr ans Herz gewachsen ist. Rabia war eine sehr gute Antagonistin, denn sie brachte alles mit was so eine benötigte und den Leser zur Weißglut bringt - Hinterhältigkeit, Rachegelüste und Verrücktheit. Mehr als ich an einer Hand abzählen kann, wäre ich ihr gern an die Gurgel gesprungen und hätte ihr den Hals umgedreht. Ihr Ende schien mir jedoch etwas Unehrenhaft. Die gesamte Story über ist es spannend und es fängt auch sofort wieder mitten im Geschehen an. Man ist sofort wieder drinnen und es fühlt sich an als sei man ein Teil dieser Geschichte und nicht nur ein Leser. Jedoch war das große spektakuläre Ende eher kurz und nichtssagend. Die beiden Endkämpfe waren viel zu schnell vorbei und abgehackt. Einen Wimpernschlag nicht aufgepasst und schon waren alle tot und das Gute hat gesiegt. Jedoch erwartete einen danach das lang ersehnte Happy End. 



Fazit:
Es hat riesigen Spaß gemacht die ganze Geschichte mitzuverfolgen und mitzufiebern, weshalb das Buch sehr gute 4/5⭐ bekommt.



Zur Autorin:

Vanessa Sangue hegt eine große Leidenschaft für Bücher, tätowierte Männer und Gefahr. So ziemlich alles davon zeigt sich auch in ihren Romanen. Ihre Charaktere sind für sie wie eine zweite Familie, die sie langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt. Wenn sie gerade nicht schreibt, spielt Vanessa den Dosenöffner für ihre beiden Katzen, versinkt mit einer guten Tasse Tee in anderen Welten und versucht halbwegs erfolgreich weder den Pizza- noch den Paketboten vor ihre Tür zu bestellen.Mehr zu ihr erfahrt ihr hier.








Möwenherz - Karen Bojsen

Moin Moin!
Ich bin seit ein paar Tagen wieder aus dem Urlaub zurück und habe dort einige Bücher gelesen. "Möwenherz" von Karen Bojsen war eines davon. Da ich an der Nordsee einige schöne Tage verbracht habe, dachte ich, dass dieses Buch unbedingt mit muss, da es auch am Wattenmeer spielt. Ich möchte mich herzlich bei dem Bloggerportal und dem Diana Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.
Bis bald,
Lou 💖







Titel: Möwenherz
Autor: Karen Bojsen
Reihe: /
Verlag: DIANA
Genre: Liebesroman
Seiten: 384
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-453-35971-0
Originalsprache: Deutsch
Ersterscheinungsdatum: 11.06.2018







Inhalt:

Eigentlich will Ebba das Erbe ihrer Großmutter nicht antreten. Sie reist mit dem Stargeiger Jona Bennett um die Welt, wie soll dazu ein altes Kapitänshaus samt Museum passen? Doch unerwartet muss auch Jona sein rastloses Leben ändern, und so landen die beiden an der Nordseeküste statt in New York. Während Ebba versucht, vor einer alten Schuld davonzulaufen, stellt Jona das Museum auf den Kopf – und ihr Herz auf die Probe. Denn da ist auch noch Finn, Ebbas große Liebe aus Kindertagen, dem sie unverhofft in diesem langen Sommer am Meer wiederbegegnet …


Meine Meinung:

Dieses Buch habe ich eine Zeitlang aufgehoben, weil schon seit einigen Monaten feststand, dass wir an die Nordsee fahren. Zufällig spielt die Handlung dieser Geschichte ebenfalls an der Nordsee, weshalb ich es als Urlaubsbuch als passend empfand. Das Cover ist sehr bunt und ansprechend. Es ist sehr voll gepackt mit Effekten und Details und verspricht eine lockere und leichte Lovestory für den Sommer am Meer. Die Details verraten Kleinigkeiten über die Geschichte, was ich sehr süß finde. Die Bedeutung des Titels erfährt man erst relativ spät im Buch, aber er passt sehr gut und hat eine wunderschöne Bedeutung. Der Klappentext hat mich von Anfang an angesprochen und war sehr vielversprechend. Laut dem kleinen Text soll es in dem Buch um eine Liebesgeschichte mit Liebesdreieck gehen, was verbunden mit der Location super romantisch und sehr schön hätte werden können. Jedoch war die Geschichte recht unspektakulär in der Umsetzung. Sie zieht sich unglaublich in die Länge und baute keine Spannung auf. Die locker-leichte Liebesgeschichte blieb auf der Strecke. Die restliche Handlung plätscherte seicht vor sich hin und gewann erst auf den letzten 20 Seiten ein wenig an Fahrt, was dem gesamten Buch aber auch nicht mehr wirklich geholfen hat. Was sich am Anfang unerträglich in die Länge gezogen hatt, raffte sich am Ende auf wenige Seiten. 


Von Liebe und heißen Gefühlen war keine Spur. Der Schreibstil lies sich schnell und leicht weglesen. Jedoch musste man weder mitfiebern noch fühlte man sich mit den Charakteren und der Geschichte verbunden. Die Protagonistin Ebba war mir von Anfang an unsympathisch. Sie spielte mit den Gefühlen ihres Klienten Jona, hielt ihn auf einer distanzierten Arbeitsbeziehung , für eine kleine sexuelle Ablenkung war er öfters gut genug. Jedoch waren ihre Gefühle für ihn nie echt. Er liebte sie jedoch. Ihre ständigen Zickerein und selbstmitleidige Art waren einfach nur unglaublich nervig. Jona machte eine Wandlung durch und war mir um einiges sympathischer. Doch auch diese zog sich ewig hin. Finn war ziemlich charakterschwach, kämpfte nie um das was er liebte. 


Fazit:
 Das Buch hatte eine Menge potential, welches nicht genutzt wurde. Schade! Deshalb kriegt das Buch von mir nur 2/5 ⭐.

Zur Autorin:
Karen Bojsen ist das Pseudonym der Hamburger Autorin und DELIA-Preisträgerin Katrin Burseg. Sie studierte Literatur und Kunstgeschichte in Kiel und Rom, bevor sie als Journalistin arbeitete. Hamburg ist ihr Sehnsuchtsort, sie lebt mit ihrer Familie im Herzen der Stadt.





Scarlett Luck - Reihe von Mona Kasten

  Hallo und willkommen zurück! Nach einer wirklich langen Zeit bin ich wieder da. Also willkommen zurück auf meinem Blog. Es gibt einen neue...